Stopp jetzt!

Wär das nicht super, wenn dein Hund auf einen Pfiff sofort stoppt? Mitten aus dem Lauf? Während er auf dich zu oder von dir weggeht? Anne Bezdicek zeigt dir in diesem Video, wie es ganz einfach trainiert wird.

Stopp-Pfiff trainieren

Für das Dummytraining ist das eine typische Aufgabe und wird schon mit dem Welpen trainiert. Natürlich kannst du das auch mit deinem erwachsenen Hund üben, auch wenn du kein Dummytraining machst. Anne Bezdicek zeigt dir in diesem Video, wie es ganz einfach trainiert wird. Und noch mehr Tipps bekommst du, wenn du den Stoppfiff ins Einweisen einbauen möchtest.

Denk aber dran: Der Start ist oft leicht. Sobald dein Hund eine Idee hat, kommt es auf die erfolgreichen Wiederholungen an. Dann musst du es in kleinen Schritten bei immer größerer Ablenkung üben, damit du deinen Hund auch inmitten anderer Hunde, toller Spielzeuge oder weglaufendem Wild stoppen kannst.

Teile diesen Beitrag

Anne Bezdicek

Anne Bezdicek

Anne Bezdicek ist Hundetrainerin und Dummyspezialistin sowie Prüferin im Dummybereich.

5 Gedanken zu „Stopp jetzt!“

  1. Hallo Sonja,
    zu Deiner ersten Frage: wenn Du vorher das Verharren auf Distanz und Hinsetzen sicher genug trainiert hast, dürfte es kein Problem sein, den Doppelpfiff als Stopp-Pfiff einzuführen. Es kommt sehr auf das Timing an. Wenn Du nach dem Pfiff sofort das gewünschte Verhalten auslöst und dies viele Male wiederholst, wird der Hund eine neue Verknüpfung herstellen können. Du kannst aber auch gleich einen ganz neuen Pfiff nehmen, es muss nicht der Doppelpfiff sein. Wichtig ist, dass der Hund gelernt hat, nicht heranzukommen, sondern zu verharren, um an seine Belohnung zu kommen. Gerade bei Hunden, die den Rückruf mit der Pfeife schon stark verinnerlicht haben, reagieren oft reflexartig mit Herankommen, sobald sie den Ton der Pfeife hören (der gepfiffene Rhythmus ist da erstmal egal). Da hilft es, eine Barriere, z.B. einen Zaun zwischen sich und dem Hund zu haben, so dass er nicht auf mich zukommen kann und ich überhaupt zum Belohnen komme und er lernt, dass es auf den Rythmus des gepfiffenen Tons ankommt.
    Zu Deiner zweiten Frage: wie abrupt die Hunde stoppen kann man durch die Art der Belohnung beeinflussen. Normalerweise möchte ich mit dem Stopp-Pfiff eine extrem hohe Erwartungshaltung verknüpfen, so dass man Hund so schnell wie möglich reagiert. Istdies aus gesundheitlichen Gründen nicht sinnvoll, muss ich ein bisschen ausprobieren, wie ich meinen Hund belohne, dass er zwar sicher reagiert aber z.B. nicht unbedingt etwas erwaetet, was ihn zu abrupten Bewegungen animiert. Z.B. würde ich da keinen Ball oder Futter werfen, sondern zu ihm hingehen und es ihm direkt geben.

    Antworten
  2. Prima Video… ich habe jedoch 2 Fragen:
    1. Ich setze den Pfiff für den Rückruf ein, hatte vom Doppelpfiff auf einen Einzelpfiff umgestellt, da ich neu aufbauen wollte. Kann ich nun den Doppelpfiff neu für den Stopp einsetzen?
    2. mein Labbi apportiert mit Begeisterung, allerdings wurde im Ellbogen eine OCD festgestellt, so dass ich beim Training auf ruckartige Stopps verzichten möchte. Kann ich das Training so variieren, damit ich die schnellen Stopps vermeiden kann.
    Sonja mit Beppo

    Antworten
    • Hallo Melanie,
      wenn die Hunde nur einen einzigen Pfiff haben, reagieren sie vor allem auf den Ton der Pfeife ansich. Man kann ihnen aber beibringen, auf den Rhythmus des Pfiffs zu achten und unterschiedliches Verhalten auf klar zu unterscheidende Pfeifsignale zu zeigen. Wichtig ist, dass man vorher das gewünschte Verhalten gut trainiert und es sicher auslösen kann, bevor man den neuen Pfiff als Signal einführt. Unsere Dummyhunde unterscheiden drei bis vier Pfiffe, die alle mit der gleichen Pfeife gepfiffen werden. Wenn man diese sauber voneinander abgrenzt und ausschließlich die von uns beabsichtigte Reaktion belohnt, ist das für die Hunde gar kein Problem.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar